Die Politik hat die Börsen weiterhin fest im Griff. US-Präsident Donald Trump spielt Katz und Maus mit Mexiko und erhöht den Druck im Handelsstreit mit China. Peking wehrt sich mit Gegenzöllen – ein Ende dieser Auseinandersetzung ist noch lange nicht in Sicht. Jetzt haben die US-Behörden auch noch begonnen, die großen US-Tech-Konzerne Amazon, Facebook und Alphabet unter Druck zu setzen. So kann die Federal Trade Commission (FTC) in Zukunft Verstöße gegen die Privatsphäre von Nutzern prüfen. Und auch bei Alphabet darf das Justizministerium in Zukunft Suchergebnisse und das Smartphone-Betriebssystem Android durchleuchten. Daraufhin verloren die Aktien von Amazon, Alphabet, Facebook und Apple zusammen rund 133 Milliarden US-Dollar an Börsenwert. Und das an einem einzigen Tag. Das ist fast so viel wie die gesamte Marktkapitalisierung von SAP, Deutschlands wertvollstem Unternehmen. Nimmt man jetzt auch noch den unsicheren Brexit nach dem Rücktritt von Theresa May und den Schuldenstreit zwischen Italien und der EU hinzu, dann ist das ein sehr giftiger Cocktail, den die Anleger derzeit verdauen müssen.

PRIMA – Global Challenges: Plus 20,3 Prozent in den letzten fünf Monaten

Um so erfreulicher, dass sich unser weltweit anlegender Nachhaltigkeitsaktienfonds
PRIMA – Global Challenges in diesen Zeiten politischer Giftpillen relativ gut aus der Affäre gezogen hat. Er hat im vergangenen Monat zwar auch etwas nachgegeben, schnitt dabei aber besser ab als sein Vergleichsindex MSCI World (EUR) und der EIRU STOXX 50. Seit Jahresanfang liegt der Fonds mit einem Plus von 20,3 Prozent sogar weit vor dem DAX und anderen Indizes (Anteilklasse G, Stichtag 31. Mai 2019). Das ist natürlich sehr erfreulich, wenn man die generelle Börsenentwicklung betrachtet.

AMD, Xerox, SunPower und Nordex mit mehr als 60 Prozent im Plus

Es waren vor allem die Aktien der Schweizer Sonova Holding, der amerikanischen SunPower Corporation und des japanischen Fahrradherstellers Shimano, die im abgelaufenen Monat zum Teil starke Gewinne verzeichnen konnten. Seit Jahresbeginn sind es US-Unternehmen wie der Chiphersteller Advanced Mico Devices, Xerox, wiederum der Solarzellenhersteller SunPower, aber auch der deutsche Windkraftanlagenbauer Nordex, die allesamt mit mehr als 60 Prozent Kursgewinnen glänzen können. Kursverluste mussten hingegen das MDAX-Unternehmen Vossloh, der DAX-Wert Henkel und der französische Hersteller von homöopathischen Arzneimitteln Boiron hinnehmen. 

Mit Thomas Gottschalk zu besserem Hören

Aber besonders die Aktien von Sonova und Nordex sind einen Extrablick wert. Die Sonova Holding AG ist eine auf Hörsysteme spezialisierte international tätige Schweizer Unternehmensgruppe und zählt zu den drei weltweit größten Anbietern ihrer Branche. Aufgrund neuer Hörgeräte der Marke Audéo Marvel hat das Unternehmen sehr gute Jahreszahlen vorgelegt, wobei Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert werden konnten. Damit das auch weiterhin so bleibt, setzt Sonova auf Werbekampagnen mit bekannten Gesichtern. In Deutschland beispielsweise wurde Thomas Gottschalk verpflichtet, der mit einem Werbeclip seit Kurzem auf allen TV-Kanälen zu sehen ist. Er setzt sich dabei für die Botschaft des „gesunden Alterns“ ein, mit der Sonova in Deutschland Marktanteile hinzugewinnen will.

Nordex setzt auf Windparks in den USA und Argentinien

Anders ist die Situation bei Nordex. Die Aktie des Herstellers von Windkraftanlagen hat turbulente Zeiten hinter sich. Doch mittlerweile haben sich die Papiere wieder stark erholt. So haben sich die Aussichten vor allem dank einer verbesserten Auftragslage aufgehellt. Die jüngste Bestellung ging für die Errichtung eines Windparks in den USA ein. Zudem wird die Eroberung neuer Märkte vorangetrieben. Dazu gehört die Eröffnung eines Produktionswerks in Argentinien. Das Werk macht Nordex zu einem heimischen Anbieter in diesem stark wachsenden Markt mit guten Windbedingungen. Daraus ergeben sich beste Aussichten für die Rostocker Hersteller von alternativer Energie und geben ihnen als lokaler Anbieter Vorteile gegenüber dem internationalen Wettbewerb.